Marianne Hitschmann-Steinberger, also known as also known as Marianne Steinberger-Hitschmann (Vienna 1887-1919 Vienna)
"Träumerei - Schumann"
["Daydreaming"]
circa 1910
etching in blue-green on stiff paper
plate 20,6 x 22,1 cm
signed in pencil lower right: "Marianne Hitschmann-Steinberger"
The Daulton Collection
"Kinderszenen [Scenes from Childhood], Op. 15, by Robert Schumann, is a set of thirteen pieces of music for piano written in 1838. ... Movement No. 7 of the work, Träumerei, is one of Schumann's best-known pieces." Wikipedia.
Biography:
1. "Marianne Hitschmann-Steinberger was an Austrian Jewish artist who studied with Adolf Böhm and Friedrich König (both members of the Vienna Secession). She is mainly known as bookplate (ex libris) artist and illustrator of children’s books and postcards. In 1919 she died at the age of 32 of pneumonia in the flu pandemic, followed three days later by the death of her husband."
2. "Little is known about the life of the Viennese artist Marianne Steinberger-Hitschmann. Born in 1887, she shared the fate of other female artists of her time in not being able to pursue an academic education reserved for men. However, she attended the private art school for women and girls [Kunstschule für Frauen und Mädchen] in Vienna, founded by the painter, poet, and women's rights activist Rosa Mayreder, and, like the renowned painter Broncia Koller-Pinell, was introduced to the decorative style of the Secessionists by Professor Adolf Böhm. Like Koller-Pinell, she exhibited at the 1908 exhibition at the Vienna Kunsthaus [Wiener Kunsthaus] at the age of 21.
Unlike some of her more rebellious contemporaries, however, she appears to have settled into the niche assigned to women and devoted herself, in keeping with the roles reserved for female artists, to motifs and objects. This primarily included commercial art. She is therefore best known as a bookplate artist and book illustrator, with her formal language being a characteristic example of the commercial art of Viennese Modernism.
As is often the case with women active in public life during this period, however, her life and work have remained largely obscure, although her marriage to the dentist Dr. R. Hitschmann may have contributed to the curtailment of her published artistic activity. Her 29 known bookplates were all created in the first decade of the 20th century. She was also briefly a member of the Austrian Ex Libris Society [Österreichischen Ex Libris Gesellschaft] and also created bookplates for its members; however, after 1911, no further bookplates by her are known.
In addition to bookplate graphics, she also created other commercial graphic works, such as calendar pages, book covers, and the postcard series "From the Vienna Kriegswaldschule" ["Aus der Wiener Kriegswaldschule"] (Brüder Kohn, Vienna). For the Konegen and Sesam publishing houses [Verlagen Konegen und Sesam], she illustrated children's books and fairy tales until 1925, achieving similarly evocative effects as with her bookplates." Heinz Decker, Österreichische Exlibris-Gesellschaft (ÖEG), www.exlibris-austria.at (English translation from original German).
["Über das Leben der Wiener Künstlerin Marianne Steinberger-Hitschmann ist wenig bekannt geblieben. Sie wurde 1887 geboren und teilte mit anderen Künstlerinnen ihrer Zeit das Schicksal, keine den Männern vorbehaltene akademische Ausbildung zu absolvieren. Allerdings besuchte sie die von der Malerin, Dichterin und Frauenrechtlerin Rosa Mayreder gegründete private Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien und wurde wie auch die bekannte Malerin Broncia Koller-Pinell von Professor Adolf Böhm in den dekorativen Stil der Secessionisten eingeführt. Wie Koller-Pinell stellte sie als 21-Jährige auf der Ausstellung 1908 im Wiener Kunsthaus aus.
Anders als manche ihrer rebellischeren Zeitgenossinnen scheint sie sich allerdings in der den Frauen zugewiesenen Nische eingerichtet und sich rollenkonform den Künstlerinnen zugestandenen Motiven und Gegenständen gewidmet zu haben. Dazu gehörte vor allem die künstlerische Gebrauchsgrafik. Bekannt geworden ist sie daher vor allem als Exlibriskünstlerin und Buchillustratorin, wobei ihre Formensprache ein charakteristisches Beispiel für die gebrauchsgrafische Kunst der Wiener Moderne ist.
Wie häufig bei den öffentlich tätigen Frauen dieser Zeit ist allerdings ihr Leben und Schaffen weitgehend im Dunkeln geblieben, wobei ihre Heirat mit dem Zahnarzt Dr. R. Hitschmann dazu beigetragen haben mag, dass sie ihre veröffentlichte künstlerische Tätigkeit einschränkte. Ihre bisher bekannten 29 Exlibris sind alle in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts entstanden. Kurzfristig war sie auch Mitglied der Österreichischen Ex Libris Gesellschaft und hat auch Exlibris für deren Mitglieder gefertigt; aber nach 1911 sind keine Exlibris von ihr mehr bekannt geworden.
Neben der Exlibrisgrafik hat sie auch noch andere gebrauchsgraphische Arbeiten geschaffen, z. B. Kalenderblätter, Bucheinbände und die Postkartenserie "Aus der Wiener Kriegswaldschule" (Brüder Kohn, Wien). In den Verlagen Konegen und Sesam hat sie bis 1925 Kinder- und Märchenbücher illustriert und dabei ähnlich stimmungsvolle Wirkungen wie mit ihren Exlibris erzielt."] Heinz Decker, Österreichische Exlibris-Gesellschaft (ÖEG), www.exlibris-austria.at.
Über das Leben der Wiener Künstlerin Marianne Steinberger-Hitschmann ist wenig bekannt geblieben. Sie wurde 1887 geboren und teilte mit anderen Künstlerinnen ihrer Zeit das Schicksal, keine den Männern vorbehaltene akademische Ausbildung zu absolvieren. Allerdings besuchte sie die von der Malerin, Dichterin und Frauenrechtlerin Rosa Mayreder gegründete private Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien und wurde wie auch die bekannte Malerin Broncia Koller-Pinell von Professor Adolf Böhm in den dekorativen Stil der Secessionisten eingeführt. Wie Koller-Pinell stellte sie als 21-Jährige auf der Ausstellung 1908 im Wiener Kunsthaus aus.
Anders als manche ihrer rebellischeren Zeitgenossinnen scheint sie sich allerdings in der den Frauen zugewiesenen Nische eingerichtet und sich rollenkonform den Künstlerinnen zugestandenen Motiven und Gegenständen gewidmet zu haben. Dazu gehörte vor allem die künstlerische Gebrauchsgrafik. Bekannt geworden ist sie daher vor allem als Exlibriskünstlerin und Buchillustratorin, wobei ihre Formensprache ein charakteristisches Beispiel für die gebrauchsgrafische Kunst der Wiener Moderne ist.
Wie häufig bei den öffentlich tätigen Frauen dieser Zeit ist allerdings ihr Leben und Schaffen weitgehend im Dunkeln geblieben, wobei ihre Heirat mit dem Zahnarzt Dr. R. Hitschmann dazu beigetragen haben mag, dass sie ihre veröffentlichte künstlerische Tätigkeit einschränkte. Ihre bisher bekannten 29 Exlibris sind alle in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts entstanden. Kurzfristig war sie auch Mitglied der Österreichischen Ex Libris Gesellschaft und hat auch Exlibris für deren Mitglieder gefertigt; aber nach 1911 sind keine Exlibris von ihr mehr bekannt geworden.
Neben der Exlibrisgrafik hat sie auch noch andere gebrauchsgraphische Arbeiten geschaffen, z. B. Kalenderblätter, Bucheinbände und die Postkartenserie "Aus der Wiener Kriegswaldschule" (Brüder Kohn, Wien). In den Verlagen Konegen und Sesam hat sie bis 1925 Kinder- und Märchenbücher illustriert und dabei ähnlich stimmungsvolle Wirkungen wie mit ihren Exlibris erzielt.